Über die beiden letzten Tage gibt es nicht mehr viel zu berichten. Am
Und dann habe ich den anderthalbstündigen Gottesdienst genossen, mit zweieinhalb Taufen, Abendmahl und sehr vielen Liedern! Alle Teilnehmer_innen trugen Masken (das hat mich angenehm überrascht), nur der Pfarrer nahm seine ab, was aber auch in Ordnung ist. Leider habe ich ihn schwer verstanden, was nicht nur an meinen bescheidenen Polnischkenntnissen gelegen haben dürfte, sondern auch an der Akustik und daran, dass er nuschelte. Der Aufbau des Gottesdienstes hat mich teilweise auch überrascht, so begann der Pfarrer erst einmal mit den Abkündigungen. Bei den Taufen wurden erst zwei kleine Jungen getauft und gesegnet, das dritte Kind wurde nur gesegnet, vielleicht hatte da die Taufe schon während der Pandemie stattgefunden. Merkwürdig fand ich, dass der Pfarrer die Kanzel nach der Predigt nicht verließ, sondern den Gottesdienst von dort aus weiterführte. Ja, und das Abendmahl (an dem ich nicht teilgenommen habe) wurde mit Einzelkelchen durchgeführt, genauso wie in Białystok (und vermutlich auch mit Wein).
Nach dem Gottesdienst bin ich nach Tschechien hinübergefahren, habe in Český Těšín die zweisprachigen Straßenschilder bewundert – dort gibt es nämlich eine polnische Minderheit, während es im
Der Abend endete dann noch mit einer gewissen Überraschung, denn ich wollte noch einmal in dasselbe Restaurant gehen, in dem ich zwei Wochen vorher gewesen war. Ich habe das Restaurant aber nicht gefunden und brauchte längere Zeit, bis ich verstanden habe, dass sich in denselben Räumlichkeiten ein frisch eröffnetes indisches Restaurant befindet. Das hatte zwar eigentlich schon geschlossen, aber ich bekam doch noch etwas zu essen (natürlich vegetarisch). Der Inhaber war sehr nett, wir haben uns aber auf Englisch unterhalten, weil sein Tschechisch eher bescheiden war. Und dann stürmten, während ich dort saß, noch fünf oder sechs weitere Inder das Restaurant, die leere Gefäße zurückbrachten, offenbar von einem Catering. Ein tolles Erlebnis!
Am nächsten Morgen bin ich dann nach Deutschland gefahren, vorbei am Říp, Prag und Pilsen, nach München. Dort habe ich meinen Bruder getroffen und private Angelegenheiten erledigt, abends kurz nach 22 Uhr war ich dann wieder in Tübingen.