Wie am Ende des letzten Beitrags schon angedeutet, bin ich gestern nach Hause gefahren, in einem Stück von Jászberény nach Tübingen. Da fährt man zwar mehr als zehn Stunden, aber fast nur auf Autobahnen, so war das also wirklich zu leisten.
Zu berichten gibt es naturgemäß wenig. Am spannendsten waren gestern meine drei Anläufe zum Erwerb einer ungarischen Autobahnvignette über das Internet. Dafür habe ich mich bei drei Plattformen angemeldet. Bei der ersten scheiterte es daran, dass sie meine Kreditkarte nicht verifizieren konnten. Bei der zweiten sollte ich die Maße meines Autos angeben, das habe ich mit Hilfe des Fahrzeugscheins gerade noch geschafft. Aber dann bin ich bei der Eingabe meines Geburtsjahrs gescheitert – Geburtsjahre vor dem Jahr 2000 waren nämlich nicht möglich. Im dritten Anlauf hat es dann in letzter Minute geklappt, auf einem Parkplatz kurz vor der Auffahrt zur Autobahn.
Und dann habe ich doch einen kleinen Abstecher gemacht, in den Ort Irching, aus dem die Familie ursprünglich stammt. Er liegt im Inntal, und als ich auf der Inntalautobahn fuhr, fiel mir ein, dass Irching (und die anderen Dörfer, in denen Vorfahren von mir gelebt haben) auf der anderen Seite des Flusses liegen. So habe ich die Autobahn verlassen und bin bei Obernberg am Inn über die Grenze gefahren. Von Egglfing am Inn, das auf der anderen Seite liegt, war es dann nicht mehr weit nach Irching, wo ich vor dem Ortsschild und vor dem Feuerwehrhaus Selfies gemacht habe. Den Hof, den mein Urgroßvater Peter Berger (1859–1938) um 1880 verlassen hat, habe ich auf die Schnelle nicht gefunden (obwohl ich schon mehrfach dort war).
Dann war ich auch noch kurz in Aigen am Inn, dem Kirchdorf, in der St.-Leonhards-Kirche, in der meine Vorfahren getauft wurden. Durch ein Fenster kann man auch die sechs Würdinger betrachten, schwere Eisenklötze, die bei der jährlichen Wallfahrt im Rahmen eines Wettbewerbs von den Jugendlichen des Dorfs in die Höhe gehoben wurden (bzw. gehoben werden sollten). Dabei soll sich mein Urgroßvater besonders hervorgetan haben…
Um 21:30 war ich dann in Tübingen, nach einer schönen Rundreise durch drei Länder!





