17. August 2014: Auf dem Weg nach Osten

Jetzt habe ich es also doch noch geschafft, Tübingen zu verlassen und zu einer Art Urlaub aufzubrechen. Das ist mir in diesem Jahr besonders schwer gefallen, aus verschiedenen Gründen: Erstens wegen des scheußlichen Wetters (das vermutlich in ganz Mitteleuropa das gleiche ist…), zweitens wegen der Lage in der Ukraine, die mich sehr bewegt, drittens wegen der vielen Arbeit, die ich eigentlich erledigen sollte. So hatte ich meine ursprünglichen Pläne, am Samstag in die Slowakei zu fahren, am Samstag verworfen und eine Reise zu einem späteren Zeitpunkt und „nur“ nach Böhmen in Erwägung gezogen.
Ja, dann kam es gestern früh doch über mich! Nachdem ich am Samstagabend und gestern früh gut gearbeitet hatte, entschloss ich mich doch noch zur Abreise. Ein paar dringende Dinge wurden noch erledigt und Punkt 12 Uhr bin ich losgefahren.
Von der Reise selbst kann ich nicht viel berichten. Die Autobahnen waren voll und um Nürnberg herum war es sehr voll, wegen eines Unfalls, aber je näher man der Grenze kam, umso ruhiger wurde es. Auf der tschechischen Seite bin ich zum ersten Mal in Zdice von der Autobahn heruntergefahren, um ein Hotel zu suchen. Aber das einzige Hotel vor Ort hat mich nicht begeistert. So fuhr ich weiter, kam auch erstaunlich schnell durch Prag und bin letztlich bis Mähren gefahren, wo ich dann in Humpolec abgestiegen bin, einer beliebten Zwischenstation etwa in der Mitte zwischen Prag und Brünn. Und von hier geht es nachher weiter nach Osten – die Details werden noch nicht verraten, weil sie sich ohnehin ständig ändern.
Das (für meine Verhältnisse etwas zu feine) Hotel war ziemlich leer, im Restaurant saßen, als ich kam, nur eine sächsische Großfamilie und drei Österreicher. Als die gegangen waren, kamen auch noch Tschechen, aber die habe ich nicht mehr ausführlicher beobachtet. Die Großfamilie war hingegen ganz interessant, insbesondere sprachlich. Denn erstens wurde deutlich, dass Deutsche in Ostmitteleuropa offenbar immer noch damit rechnen, dass alle Deutsch sprechen, und zweitens war das danach verwendete Englisch ziemlich gut. Die Ostdeutschen sind eben auch nicht mehr, was sie mal waren…

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