31. Juli: Ausruhen – Barczewo – Autoreparatur

Vom Montag gibt es wenig zu berichten. Nach den Strapazen vom Vortag haben wir uns ausgeruht und bis in den Mittag hinein gefaulenzt. Was bei mir dann so aussieht, dass ich ein bisschen lese und Mails schreibe…
Am späteren Vormittag konnte ich dann endlich mit unserem Gastgeber meine Autoprobleme besprechen. Er kennt natürlich alle Werkstätten hier in der Gegend und hat dann für 17:30 einen Termin ausgemacht. Vorher war ich noch mit meiner Schwester (die Nichten hatten sich selbständig gemacht und sind mit anderen Kindern zu einem kleinen Laden gefahren, vermutlich um Eis zu essen) in Barczewo, um diese Stadt, in der ich nun schon dreimal gewesen war, endlich zu besichtigen.
Das wichtigste Baudenkmal ist ein ehemaliges Kloster, das allerdings seit 1812 Gefängnis ist – hier verbrachte der ehemalige Gauleiter von Ostpreußen Erich Koch seine letzten Jahre von 1959–1986. Dann gibt es Reste eines Schlosses und mehrere Kirchen, die aber nur schlecht zugänglich sind. Besonders komisch fand ich, dass am Eingang einer Kirche ein Renaissance-Grabmal (eines Bischofs von Ermland) angepriesen wurde, das man durch das Gitter am Eingang aber nicht einmal sehen kann. Dass es auch eine Synagoge und einen jüdischen Friedhof gibt, habe ich erst später gelesen, die besuche ich dann beim nächsten Mal.
Wir haben noch kurz Kaffee getrunken, in einer Bar mit faszinierend kleinem Angebot, und sind dann zur Unterkunft zurückgefahren. Mein Gastgeber brachte mich dann in die Werkstatt, wo ich mein Auto hinterließ und gegen 19:15 Uhr repariert wieder abholte. Die Reparatur hat 50 Złoty gekostet und alles funktioniert wieder. Mal sehen, was meine Tübinger Werkstatt dazu sagt, wenn sie das Auto das nächste Mal inspiziert…

Barczewo: links das Gefängnis, rechts Reste des Schlosses

Fassade der St.-Andreas-Kirche

Inneres der St.-Andreas-Kirche

St.-Andreas-Kirche von außen, in der Kapelle ist vermutlich das bewusste Grabmal

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